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Bienen-Futter

 

Bienen-Futter selbst anrühren:

Neben den üblichen, käuflich zu erwerbenden Futtermitteln, gibt es die Möglichkeit, sein Bienenfutter selbst anzurühren. 

Ernsthaft billiger ist das natürlich nicht, aber es vermittelt einem zumindest das Gefühl, selbst Kontrolle hierüber zu haben. 

Traditionell wird hierzu heißes Wasser in einem Fass vorgelegt und das Ganze im Mischungsverhältnis 1:3 mit Zucker (1 Teil Wasser + 2 Teile Zucker) vermischt.

Anschließend wird von Hand oder mittels Rührwerk das Ganze homogenisiert.

Da das selbst mit Rührwerk ziemlich lange dauern kann, bis alle Zuckerkristalle gelöst sind und gerne auch einige kaum sichtbare Kristalle zurückbleiben, besteht im Nachgang die Gefahr, dass der Sirup später auskristallisiert. Besonders ungünstig  ist es, wenn dies dann im Lagerbehälter oder, wenn dies gar im Fütterer passiert.

 

Eine tolle Methode haben wir uns im Netz abgeschaut:

Hierzu wird handwarmes Wasser vorgelegt und mittels Tauchpumpe im Kreis gepumpt. Im Anschluss kommt nach und nach die übliche Zuckermenge hinzu und wird mittels der Pumpe "glatt gerührt".  

Wir Verwenden hierzu:

  • unsere Honigschleuder als Vorlagebehälter mit Auslauf.
  • eine Tauchpumpe z.B.: vom Typ: T.I.P. 30072 Extrema 300/10 Pro
  • ein Brett zur Rückführung des Druckschlauchs und um den Auslauf des druckseitigen Schlauchs am Boden des Rührers zu fixieren.
  • zur Sicherheit noch einen Temperaturfühler zur Temperaturkontrolle des  Sirups

 

Der kluge Leser wird nun anmerken, worin hier nun der Vorteil zum normalen mischen sein soll.

Mischen ist ja schließlich mischen. 

 

Hierzu kurz die Vorteile der Vorrichtung:

  • Das Wasser ist zu Beginn nur Handwarm und erwärmt sich (zumindest in unserem Fall) nur bis max 55°C,
  • Die Dauer des Lösevorgangs ist deutlich kürzer als mit der Methode mit Rührwerk.

->Der HMF-Gehalt müßte damit zumindest theoretisch niedrig(er) gehalten werden können. 

Wer Tauchpumpen dieses Kalibers im Einsatz erlebt hat, der versteht ganz von selbst, warum dies nun schneller gelöst wird.

  • Die Umwälzung durch die Pumpe ist brachial und sorgt für sehr hohe Strömungsgeschwindigkeiten der Flüssigkeit
  • Das "Turbinen-Rad"  der Kreiselpumpe zerreist förmlich eingesaugte Klumpen
  • sich am Boden absetzender Zucker ist fast ausgeschlossen, da hier die Pumpe ansaugt.
  • größere im Behälter liegende Brocken, werden durch die Strömung der Flüssigkeit zügig zerlegt.
  • am Behälter oder sonst irgendwo klebende Reste und Kristalle, können mittels Druckschlauch eingespült werden.

Um einer Kristallbildung vorzubeugen, mischen wir pro 75kg Zucker noch einen Kanister (28kg) Invertzuckersirup hinzu. 

 

Nachteil:

  • Wehe dem, der den druckseitigen Schlauch nicht sicher fixiert... 19500 l/h Pumpleistung (~5l/Sekunde) sorgen dafür, dass die Rührmenge ruckzuck aus dem Behälter gesaugt ist, und sich in den Raum ergießt. In unserem Fall wären mit ungefähr 30 Sekunden Unaufmerksamkeit der Behälter leer, und der Raum voll!
  • Invertzucker erhält man hierdurch natürlich nicht, da wir keine Invertase zugeben. Das heißt, wir haben auch nach dem Anrühren noch eine Saccarose-Lösung vorliegen und nicht wie z.B. in Invertzuckersirup die Spaltprodukte Glucose und Fructose. Probleme macht das nicht, da die Bienen dieses Enzym beim Einfüttern selbst hinzu geben.
  • Eine Haltbarkeit wird hierbei von niemanden garantiert. Wir haben jedoch noch Rest im Spätherbst aus den Transportbehältern entlehrt, und konnten keine Schlieren oder gar Kristalle erkennen. Sauberes Arbeiten ist wie immer in der Imkerei auch hier natürlich Pflicht und der Schlüssel zum Erfolg.

 

Zum Schluss noch ein Tipp für Alle, die dies selbst einmal ausprobieren möchten:

Nur wenige Pumpen scheinen der Belastung gewachsen zu sein, unser billigeres Erst-Model schaltete sich nach wenigen Minuten aus, und dann mit immer längeren Pausen nur noch kurz ein. Das Problem scheint der Überlast-Temperaturschutz der Pumpen zu sein. Nur wenige Schmutzwasserpumpen können bei 50°C im Dauerbetrieb laufen, die meisten sind eher für 35°C ausgelegt. Danach muss man aber erst einmal suchen, wenn man noch nicht weiß, dass dies so ist (Datenblatt lesen).     

 

 

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